Passagiere der ehemaligen AirBerlin
gehen leer aus

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Der Air-Berlin-Generalbevollmächtigte Kebekus forderte von Bundesregierung und den beiden Ländern eine Entscheidung in den nächsten Tagen: "Air Berlin selber kann die Transfergesellschaft nicht alleine finanzieren, also brauchen wir Hilfe von den betroffenen Ländern und vielleicht auch vom Bund."Es gehe darum, "dass die öffentliche Hand den Beitrag bezahlt, den wir nicht leisten können".

Demnach sind die Verluste in den ersten sechs Monaten auf fast 447,6 Millionen Euro gestiegen - gut 163 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Am kommenden Samstag wird der Flugverkehr unter dem Code von Air Berlin eingestellt. Nach dem Insolvenzantrag im August habe sich aber eine völlig neue Ausgangslage ergeben.

Inzwischen ist die Zerschlagung von Air Berlin beschlossene Sache, am Freitag werden die beiden letzten Air-Berlin-Flieger in Berlin und München landen. Große Teile des Unternehmens werden an Lufthansa und Easyjet gehen. Die Gläubigerausschüsse wollen darüber am Dienstag entscheiden. Zugleich sind tausende Arbeitsplätze bedroht - denn noch gibt es keine Transfergesellschaft.

Passagiere der ehemaligen AirBerlin, die nach dem 15. August Flugtickets bei Air Berlin gekauft hatten, und deren Rückreise nach der Betriebseinstellung am Abend des 27. Oktober stattfinden sollte, werden von Eurowings zu Sonderkonditionen befördert. Für den Rückflug würden nur 50 Prozent des Eurowings-Preises verlangt. Wunschflüge würde es aber nicht geben, weil Passagiere nur entsprechend der freien Plätze mitgenommen werden könnten. Die Lufthansa-Tochter Eurowings hatte für 1,5 Milliarden Euro die nicht insolventen Air Berlin-Teile Niki und Luftfahrtgesellschaft Walter mit insgesamt 1700 Mitarbeitern und 41 Flugzeugen gekauft. Außerdem 40 Maschinen, die vorwiegend Air Berlin geleast hatte, von den Leasingfirmen