Airlines sind verpflichtet ein Alternativflug bei Annullierung zu organisieren

Aktiv Widerspruch einlegen

Flugpassagiere müssen aktiv Widerspruch gegen einseitige Vertragsänderungen einlegen.

Grundsätzlich ist die Rechtslage in Deutschland und Österreich eindeutig, eine die Airline hat mit dem Fluggast einen Beförderungsvertrag abgeschlossen.

Die vertragliche Pflicht des Passagiers ist die Bezahlung des Flugtickets. Bei Onlinebuchungen über Airline Homepages erfolgt dies direkt an die jeweilige Fluggesellschaft, während in Reisebüros im Regelfall an das Reisebüro bezahlt wird.

Im Zuge der Bezahlung des Ticketpreises wird in der Regel eine Buchungsbestätigung und/oder Rechnung mit Flugticketnummer und/oder PNR (Airline-Buchungscode) ausgehändigt. Mit dieser „Übergabe“ ist der Beförderungsvertrag unwiderruflich geschlossen worden.

Zustimmung der Passagiere

Die Zustimmung zur einseitigen Kündigung des Beförderungsvertrags durch die Airline, beispielsweise bei Einstellung der Route, ebenfalls reine Kulanz des Passagiers. Viele Fluggesellschaften bieten die Rückzahlung des bezahlten Geldes an, doch es ist fast unbekannt, dass die Annahme dieses einer Rückabwicklung des Beförderungsvertrags gleichkommt und betroffene Reisende nicht zustimmen müssen, denn Airlines sind in solchen Fällen verpflichtet eine Ersatzbeförderung mit einer anderen Fluggesellschaft zu organisieren, wenn sie selbst ihren Vertrag nicht erfüllen können und auch eine Entschädigung lt. EU-RECHT zahlen müssen.

Sollte die „Absage-Annullierung“ des gebuchten Flugs weniger als 14 Tage vor dem vereinbarten Termin erfolgen, so stehen betroffenen Passagieren eine Ausgleichsleistung nach der EU-Passagierrechtebeförderung bis 600€ zu. Auch wenn außerhalb dieser Frist seitens der Airline storniert wird, ist diese durch die einseitige Vertragsrücktrittserklärung nicht von ihrer Beförderungspflicht entbunden.

Diese Regeln gelten auch für Flug-Verspätung, Überbuchung und verpassten Anschlussflüg wegen der Verspätung des Vorfluges.

Ersatzbeförderung muss zur Verfügung gestellt werden!

Besteht der Flugpassagier darauf, dass die Airline ihre vertragliche Pflicht den Passagier von A nach B zu bringen, so hat diese nach EU RECHT – unabhängig davon, ob außerhalb oder innerhalb der 14-Tagefrist annulliert wird – für eine Ersatzbeförderung zu sorgen und sämtliche damit im Zusammenhang stehende Kosten zu tragen.
Leider nehmen es zahlreiche europäische Fluggesellschaften genau an dieser Stelle nicht so genau und wollen ihren Kunden einreden, dass Umbuchungen auf andere Airlines nicht möglich wären und die einzige Option die Rückzahlung des Ticketpreises wäre. Man könne sonst nichts machen, ist halt so, tut uns leid… Das bedeutet im Umkehrschluss, dass in solchen Fällen meist der Gang zu Rechtsanwälten und Gerichten unvermeidbar wird, denn obwohl der Reisende eindeutig im Recht ist bedeutet das nicht, dass ihm der Vertragspartner automatisch recht geben will.

Es empfiehlt sich daher bei besonders nicht kooperativen Airlines unmittelbar diese schriftlich unter Fristsetzung zur Ersatzbeförderung aufzufordern und nach Fristablauf einen Rechtsanwalt einzuschalten. Sollte die Zeit hierfür nicht mehr ausreichen, kann auch ein „Ersatzticket“ gekauft werden, das nachträglich eingeklagt werden kann. Wichtig ist jedoch, dass der Streichung des ursprünglich gebuchten Fluges nicht zugestimmt wird und darüberhinaus empfiehlt es sich nachweisbar und aktiv Widerspruch dagegen einzulegen und die Airline zur Vertragserfüllung aufzufordern.

Eine komplizierte rechtliche Situation ergibt sich allerdings bei den Fluggesellschaften Anisec (Level) und Laudamotion, denn diese unterhalten keinen eigenen Ticketverkauf, sondern nutzen jenen von Vueling (Level) bzw. Ryanair (Laudamotion). Da hierbei nicht nur das Beförderungsentgelt von den Spaniern bzw. den Iren kassiert wird, sondern auch die Rechnungsdokumente von diesen ausgestellt werden, wird der jeweilige Beförderungsvertrag nicht mit Anisec, sondern mit Vueling bzw. nicht mit Laudamotion, sondern mit Ryanair geschlossen. Das bedeutet, dass in weiterer Folge bei Problemen eben auch dieser jeweilige Vertragspartner geklagt werden muss, wobei durchaus auch der Operating Carrier zur Verantwortung gezogen werden kann, jedoch zur Erfüllung der vertraglichen Pflichten ist der Vertragspartner verantwortlich.

Wir sind für Sie da:

wir wissen, es sind die kleinen Erlebnisse, die aus einem Flug ein einzigartiges Reiseerlebnis oder Alptraum machen. Viele freuen sich Tage sogar Monate auf ihre Reise, dann erfährt man, dass der Flug eine Verspätung hat, annulliert wurde oder drei Tage vor Abflug der Flugplan komplett umgeändert wurde. Die Freude ist nun dahin. Muss ein Passagier das hinnehmen? Nein!

Warum sollten Sie als Fluggast ihren Anspruch verschenken!

Damit Sie uns erreichen können, haben wir für Sie einige Möglichkeiten vorbereitet, so können Sie uns jederzeit erreichen oder Ihre Beschwerden online einreichen.

Tel-Nr : +43 1 87 62 654
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