Arbeitsverträge bei Lauda (Laudamotion) in der Kritik

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Neue Arbeitsverträge bei Lauda (ehemals Laudamotion) werden kritisiert: So erhalten die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter nur 1.130,63 Euro brutto pro Monat, und sie müssen die Uniformen selbst kaufen und reinigen.

Die neuen Serviceverträge, die von der österreichischen Ryanair-Tochter Lauda genutzt werden sollen, werden kritisiert. Die Union vida hält mehrere Klauseln für unzulässig und unmoralisch, wie sie am Dienstag nach einer ersten rechtlichen Überprüfung der APA sagte: Neue Flugbegleiter und Piloten sollen nicht mehr direkt bei Lauda, sondern über den irischen Ryanair-Partner Crewlink eingestellt werden. Wie in einem APA-Servicevertrag festgelegt, beträgt das Bruttojahresgehalt einer Junior-Flugbegleiterin 15.828,82 €. Darin steht: "Dies ist ein All-in-Vertrag, dass sie eine Prämie für alle Stunden im Zusammenhang mit dem Flugdienst, einschließlich der Berichte vor und nach dem Flug, enthält. Verspätungen und alle Aufgaben an Bord, ihr Gehalt beinhaltet auch eine Prämie für Sonn- und Feiertagsdienste. "

Das vida kritisierte am Dienstag, dass es bei dem angegebenen Gehalt - auf monatlicher Basis - umgerechnet 1.130,63 Euro brutto entspricht - eine gesetzeskonforme "All-in"-Widmung fehlt. Es bleibt unklar, was der grundlegende und in welchem Umfang der All-in-Inhalt (Überzahlung) ist.

Damit sei nicht nachprüfbar, ob die tatsächlich geleistete Überstunden im Gehalt "gedeckt" seien, sagte die Gewerkschaft. Sie befürchtet eine Missachtung des Lauda-Tarifvertrages: "Bereits auf der Grundlage des Gehalts ist erkennbar (ein so niedriger Wert konnte bei der Lauda-KV nicht festgestellt werden), dass die Bestimmungen des Kreditvergabegesetzes im vorliegenden Vertrag nicht beachtet werden."

Die neuen Uniformen müssen von Flugbegleitern selbst gekauft und gereinigt werden

Ein Arbeitsplatz ist in den Verträgen nicht vereinbart, d.h. können die Mitarbeiter auf jede andere Ryanair-Basis versetzt werden. Die Gewerkschaft hält solche "völlig offenen, undefinierten Arbeitsplatz" für "unmoralisch". Auch "die Klausel im Vertrag, die auf eine Arztwahl durch den Arbeitgeber im Falle von Krankheitsurlaub abzielt, ist unmoralisch", sagte die Gewerkschaft - ebenso wie die Bestimmungen über Urlaub und Arbeitszeit. Auch "verdachtsunabhängige Alkohol- und Drogentests oder Taschenkontrollen" sind ohne Betriebsvereinbarung mit dem Betriebsrat "unzulässig".

Lauda trägt seit kurzem neue, rote Uniformen. Diese müssen von den Flugbegleitern gemäß dem Crewlink-Servicevertrag gekauft werden. Aus dem Englischen übersetzt heißt es dort: "Sie sind verantwortlich für die Anschaffung, Wartung und Instandhaltung der Uniform, einschließlich Reinigung und Kauf von Ersatzteilen".

Wie auf der Crewlink-Website zu sehen ist, sucht das Unternehmen am 6. November in Wien und am 8. November in Graz an Bewerbertagen eine neue Flugbesatzung. Für morgen, Mittwoch, lädt Lauda zu einer Pressekonferenz in Schwechat mit Ryanair-Chef Michael O'Leary ein. Thema: "Flottenerweiterung und andere Innovationen". Die Fluggesellschaft hat auch eine Stellungnahme zu den neuen Serviceverträgen am Dienstag abgegeben, die noch nicht erfolgt ist.

Der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Markus Wieser, will nicht schweigen. Er erzählt dem Portal "Austrian Wings": "Die Mitarbeiter leisten jeden Tag gute Arbeit, und sie haben mehr als verdient Fairness, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und ein gutes Gehalt." Das neue Gehalt der Flugbegleiter sollte weniger als 1.000 Euro netto betragen.

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