Küstenstreifen zwischen Antalya und Kaş

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Die türkische Südküste bietet nicht nur All-Inclusive-Urlaub. Nur wenige Schritte abseits der Tourismuszentren bleibt man von den Massen an Menschen verschont.

Wanderer sind in der Türkei immer noch ein ungewöhnliches Bild. Die Pauschaltouristen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zieht es vor allem an die Strände der Türkischen Riviera. Und die Einheimischen gehen nur zu Fuß, wenn es unbedingt sein muss, aber ganz sicher nicht zur Erholung.

Trekking in der Türkei?

zwei Gegenpole, die erst in den letzten 15 Jahren langsam zusammen finden.
In den 1990er Jahren hatte die Engländerin Kate Clow, authorin von “The Lycian Way” den Küstenstreifen zwischen Fethiye und Antalya mit dem direkt dahinter aufragenden Taurusgebirge als ideales Wandergebiet entdeckt: Weitgehend unerschlossen, nicht überlaufen und sehr naturnah. Auf ihre Initiative hin entstand 1999 der „Lykische Weg“, der auf einer Länge von über 500 km mit rot-weißen Farbmarkierungen gekennzeichnet ist – ganz im Stil der französischen Fernwanderwege, der Grand Randonnées.

Etwa vier Wochen dauert es, die gesamte Strecke zu gehen. Doch wer so viel Zeit nicht hat, kann sich problemlos kürzere Abschnitte aussuchen. Dank der Küstenstraße sind alle Start- und Zielpunkte der einzelnen Etappen gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Kaş

Fahren Sie mit einem Bus oder Dolmuş (Sammeltaxi) nach Kaş. Das ehemalige Fischerdorf liegt etwa 180 km südwestlich von Antalya. Hier gibt es antike Felsgräber zu bestaunen und ein gut erhaltenes Amphitheater. In den verwinkelten Gassen mit ihren historischen Häusern laden kleine Geschäfte zum Stöbern ein. Nach einem türkischen Frühstück mit Weißbrot, frischen Tomaten, Oliven und Feta (Beyaz Peynir) folgen Sie den rotweißen Markierungen über Felder und durch Olivenhaine in Richtung Nordosten. Der Duft nach Thymian und am Wegesrand brummende Bienen werden Ihre einzigen Begleiter auf dem Weg sein. Der Pfad schlängelt sich vorbei an verträumten Buchten und ohne große Anstiege immer am Meer entlang.

Lykia Yolu

Die Küstenstraße, die den Tourismus in dieser Region überhaupt erst möglich macht, wurde 1988 fertiggestellt. Inzwischen ist der „Lykia Yolu“ wie der Wanderweg in der Landessprache heißt, ein Begriff und man hat sich an die bunt gekleideten Ausländer mit den großen Rucksäcken gewöhnt. Vielerorts sind neue Pensionen und Zeltplätze entstanden, was die Tour zwar etwas weniger ursprünglich, dafür aber auch um einiges komfortabler macht. So können Sie unteranderem am Ende der Tagesetappe am „Purple House“ in Aperlai ein kühles Efes-Bier genießen, während Sie auf das Meer schauen, wie es an den aus der Wasseroberfläche ragenden Steinsarkophagen streicht. Unter diesen Fluten müssen die Purpurschnecken herumkriechen, denen das „Purple House“ seinen Namen verdankt. Aus diesen Stachelschnecken wurde hier in der Antike der kostbare Farbstoff Purpur gewonnen.

Von Üçagiz nach Myra

Ihre erste Station wird das malerische Fischerdörfchen Üçagiz sein. In den letzten Jahren hat es sich vom einstigen Geheimtipp zu einem beliebten Hafen für Ausflugsboote zur vorgelagerten Insel Kekova und den versunkenen Unterwasserruinen vor der Küste entwickelt.

Von dort aus ist es nicht mehr weit nach Kale. Die Stadt ist vor allem für die beeindruckenden Felsengräber von Myra bekannt, die in die senkrecht abfallende Felswand geschlagen wurden, ist aber auch ein wichtiges Gemüseanbaugebiet Türkei und versorgt die Hotelburgen mit frischen Tomaten, Gurken und Orangen.

Trecker und Mopeds, Stapelhoch mit Kisten beladen, tuckern auf nicht so stark befahrenen Straße. Klaffende Hunde (mehr Lärm als Gefahr) brüllende Eseln, Kamele und der Geruch von Holzfeuer mischt sich mit dem von Ziegen, auf den Weg in die Lykische Bergwelt. Folgen Sie die Markierungen auf den Pfad zwischen den Treibhäusern, der sich den Berg hinauf nach Zeytin schlängelt. Es erwartet Sie der einsamste Abschnitt der gesamten Tour. Nur ein paar Ziegen, ein Einheimischer mit einem Esel könnte ihnen begegnen, wo Sie an der Ruine der Kirche von Alakilise (Ala Kirche) vorbei hinauf auf fast 1800 m Höhe klettern.

Finike, Adrasan, Olympus, Chimeira

Auf der anderen Seite der Berge liegt die Hafenstadt Finike. Hier scheint sich der Lykische Weg für die Strapazen der vergangenen Tage entschuldigen zu wollen. Ohne einen einzigen Höhenmeter folgt er dem breiten Sandstrand nach Osten über Karaöz nach Adrasan, das den südlichsten Vorposten der Lykischen Halbinsel markiert. Eine Tagesetappe später ist Olympos erreicht, wo die Ruinen der einst reichen Stadt im Unterholz verschwinden. Aber deswegen kommt kaum jemand hierher. Ausgehend von ein paar Baumhäusern am Hippie-Trail, auf dem die Blumenkinder der 1960er und 70er Jahre
von Europa über Land nach Südasien unterwegs waren, hat sich das Tal zu einem beliebten Treffpunkt von Backpackern aus aller Welt entwickelt.

Bis zum Eingang an den antiken Ruinen reiht sich ein Baumhauscamp an das nächste, überall herrscht ausgelassene Partylaune. Über den Strand ist es nicht weit bis nach Çirali, wo, gespeist von Erdgas, seit dem Altertum die ewigen Flammen der Chimeira aus dem löchrigen Boden züngeln.

Phaselis, Tekirova, Kemer

In Çirali teilt sich der Lykische Weg. Die einfache Variante führt am Meer entlang über Kemer, Tekirova und die im duftenden Pinienwald versteckten Ruinen von Phaselis mit einem beeindruckenden römischen Theater.

Folgen Sie der Gebirgsroute, die über den Tahtali Dağı-Sattel unterhalb des 2.366 m hohen Gipfels klettert, um sich bei Gedelme mit der Küstenstrecke zu vereinen. Über Forstwege und alte Trampelpfade werden Sie den eindrucksvollen Göynük-Canyon erreichen.

Nun trennt Sie „nur“ noch ein 1.500 m hoher Pass vom Endpunkt Hisarçandir. Der Anstieg in engen Serpentinen kostet einige Schweißtropfen extra, einige Tropfen mehr im Juli und August. Auf der anderen Seite geht es zunächst steil bergab und dann über einen Feldweg nach Hisarçandir, wo ein großes Portal neben der Moschee das Ende des Lykischen Wegs verkündet.

Der Weg nach Antalya

Nicht gehen Fahren ist hier die Devise! Die einsamen Straßen und Bergwege liegt in der Vergangenheit. Die Straßen sind voll, laut und hektisch. Lösung, Dolmuş, Bus oder Trampen. Es wird eine nicht so lange Fahrt hinab in die Altstadt von Antalya, wo die Strände der Türkischen Riviera auf Sie warten. Nach so einer Wanderung sind einige Tage am Strand sehr Erholsam.

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