Gepäckverlust?
Wie sieht da die Rechtslage aus?

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Verspätetes Gepäck

Für verspätetes Gepäck oder verlorene Koffer haftet die jeweilige Airline. Wie sieht da die Rechtslage aus?

Gepäckverlust, hier haftet die Fluggesellschaft, wenn der Koffer zu spät – etwa erst am nächsten Tag ausgeliefert werden kann oder wenn er verloren gegangen ist und bei der Gepäckermittlung gemeldet wurde, sobald das Gepäckband im Ankunftsbereich abgeschaltet wurde.

Unproblematisch ist die Sache bei Toiletten und Hygieneartikeln und oder bei einer neuen Unterhose. So etwas kann sofort am Zielort gekauft werden, die Auslagen werden erstattet, es sei denn, es handelt sich um den Rückflug nachhause.

Hier wird davon ausgegangen, dass die entsprechenden Artikel im eigenen Haushalt ohnehin vorhanden sind die Gepäckhaftung wird dann erst wirksam, wenn der Koffer in überschaubarer Zeit nicht zugestellt werden kann. Beim fehlenden Anzug kommt zum Weiterverwendungswert ins Spiel. Die Auslagen für einen gleichwertigen Anzug – man darf also nicht in die Vollen gehen werden nur zur Hälfte erstattet. Es kommt weiter auch darauf an, um was für eine Reise es sich handelt. Für einen Badeurlaub reicht einfache Freizeitkleidung, hier weigert sich die Airline dann zurecht, extravagante Anschaffungen zu übernehmen. In der Fliegerei gelten für verlorenes Gepäck dazu Obergrenzen. Nach dem Montrealer Abkommen, das für internationale Flüge gilt, ist die Haftung auf rund 1400 Euro begrenzt. Der Wert schwankt leicht, was mit Wechselkursen zu tun hat.