HAMBURG – FLUGHAFEN Verspätungen, Annullierungen am Flughafen

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Am Flughafen kam es wegen des Sturms zu vereinzelten Verspätungen bei den Flügen beziehungsweise bei der Abfertigung. Im Hafen riss sich das Eventschiff „MS Stubnitz“ von der Kaimauer los. Ein Schlepper fing das Schiff wieder ein.

Angesichts der Stärke und des Ausmaßes des Sturms hatte die Feuerwehr am Donnerstagmittag zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen: Sie forderte die Bevölkerung der Hansestadt auf, nicht rauszugehen. „Warnung für Hamburg. Halten Sie sich aktuell nicht im Freien auf, bleiben Sie im geschützten Bereich“, twitterte die Feuerwehr. Eine solche Warnung sei das erste Mal für das gesamte Stadtgebiet erfolgt, sagte ein Sprecher. Am späten Nachmittag wurde die Warnung aufgehoben.

Entschädigungsansprüche bei Unwetter

Wenn etwa Start- und Landebahnen gesperrt ist, kann man der Fluggesellschaft die Verspätung oder Annulierung nicht vorwerfen. Diese muss allerdings nachweisen können, dass sie alle Maßnahmen ergriffen hat, um der Verspätung oder Flugannullierung entgegen zu wirken.

Extremes Wetter stellt in der Regel tatsächlich einen außergewöhnlichen Umstand dar, für den das Luftfahrtunternehmen nicht haftbar gemacht werden kann. Dies gilt etwa bei einer Sperrung des Flughafens wegen schweren Unwetters. Die Airline muss die Umstände der Flugverspätung oder -streichung allerdings beweisen.

Bahnstrecken nach Sturm noch tagelang gesperrt

Nach dem Sturmtief „Xavier“ läuft der Bahnverkehr in Norddeutschland weiterhin nicht normal. Reisende müssen noch einige Tage lang mit Behinderungen rechnen. Infolge des Sturms sind noch viele Strecken gesperrt. „Das Problem ist, dass Bäume teilweise durch das nasse Erdreich nachkippen und wir dadurch erneut mit der Kettensäge ranmüssen“, sagte eine Bahnsprecherin am Samstagmorgen.