Innerhalb der Mauern des heiligen Landes – Jerusalem

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Altstadt Jerusalem – So nah an Gott

Innerhalb der Mauern, der Altstadt Jerusalem versucht mann seit Jahrhunderten eine harmonische Welt der Religionen zu gestallten. Paralel zu Jerusalem entfaltet sich aber ein modernes Israel.

Jerusalem hat Extreme hervorgerufen: Begehren und Wut, Kontroverse und Streit, Zerstörung und Wiederbelebung. Schließlich galt sie einst als das Zentrum der Welt. Und obwohl die Altstadt in Ost-Jerusalem heute eine moderne Stadt mit Hotels, Büros und Schulen ist, schwankt sie selbst die stoischsten Ungläubigen auf neugierige Weise. In den hohen Mauern des glatten weißen Dolomiten liegen die Schätze, um die Legionen und Zivilisationen seit Jahrhunderten kämpfen. Drei Religionen, vier Viertel, über 3.000 Jahre Geschichte, alle fest zusammengepresst in einer winzigen, ein Quadratkilometer großen Tasche.

Der Blick von Mount Scopus

Wer zum ersten Mal von oben auf dem Mount Scopus, Richtung Altstadt schaut sieht die einfärbigen Gebäude, die von der Osmanischen Mauer aus dem 16. Jahrhundert umsäumt sind. Passend dazu ragen vier Strukturen über die tief liegenden Dächer: Die mattgraue Kuppel der Al-Aqsa-Moschee in Anlehnung an die goldverkrustete Kuppel des Felsendoms, die verschwommene weiße Glühbirne der Hurva-Synagoge und darüber hinaus der schlanke Turm des Heiligen Grabes. Eine symbolische Darstellung der drei monotheistischen Religionen – Judentum, Islam und Christentum – bildet den Kern der Altstadt.

Felsendom für jede Religion der bedeutendste Ort aller Religionen
Für die Muslime markiert das Haram al-Sharif (das edle Heiligtum), wo der Felsendom steht, die Stelle, an der der Prophet Mohammed zum Himmel aufgestiegen sein soll.

Die Religion ist das Fundament Jerusalems und seine Altstadt zieht Millionen an die religiösen Orte, die gleichermaßen von Legenden und Streitigkeiten umwoben sind. Für die Muslime markiert das Haram al-Sharif (das edle Heiligtum), wo der Felsendom steht, die Stelle, an der der Prophet Mohammed zum Himmel aufgestiegen sein soll. Für Juden ist dies der Tempelberg, wo Abraham seinen Sohn Isaak zum Opfer gebracht hatte. Von Bedeutung ist auch die Stätte des Salomonentempels, der von den Babyloniern zerstört, dann von Herodes zum zweiten Tempel wieder aufgebaut und 400 Jahre später von den Römern wieder zerstört wurde. Der einzige Überrest dieses jüdischen Erbes, um die große Zerstörung zu überleben, ist die Mauer, die den westlichen Rand des Tempelberges trug – die Klagemauer oder die Westmauer – die heiligste aller Strukturen für Juden.

Klagemauer - Juden die ihre Köpfe gegen die Klagemauer und beten und schluchzen oft in das Gebäude.
An der Klagemauer Tausende von gefalteten Notizen mit schriftlichen Gebeten werden in die Spalten gestopft wo sich der Stein geteilt hat.

Hier drücken die Frommen Juden ihre Köpfe gegen die Klagemauer und beten und schluchzen oft in das Gebäude. Tausende von gefalteten Notizen mit schriftlichen Gebeten werden in die Spalten gestopft wo sich der Stein geteilt hat.

Juden, Christen und Muslime

In der Nähe, der Kirche des Heiligen Grabes, ist der Glaube eine Eingeweite Decke, die sich um die abgedunkelten Innenräume der heiligen Kammern wickelt. Der Ort, der als Ort der Kreuzigung, Beerdigung und Auferstehung Jesu gilt, ist überwältigend.
Sie mit den christlichen Zeremonien und einer Schar von Pilgern, die weinen und über den Stein der Versöhnung knien, eine Holzplatte, auf der der Körper Jesu vor der Beerdigung gesalbt wurde. Schwarz Gekleidete, kerzengetragene griechisch-orthodoxe Priester umkreisen das große zentrale Gehege, in dem sich angeblich das Grab Jesu befindet; oben im Golgatha hocken und feilen Pilger in eine niedrige Kapelle, um den Stein zu berühren, auf dem das Kreuz erhoben wurde.

Es gibt keine Möglichkeit, eine dieser Behauptungen zu überprüfen, aber hier überwältigt der Glaube alle.

Für all den Eifer und Fanatismus, der hier zu sehen ist,

Die schmalen Straßen der Altstadt bieten in ihren vier Stadtvierteln – jüdisch, armenisch, muslimisch und christlich – gute Ablenkungsmöglichkeiten. Zum Beispiel die armenische Taverne, ein gemütliches, niedrig gedecktes Restaurant, in dem Antiquitäten jeden Zentimeter bedeckt waren und das Dach mit bunten Glaslampen bespannt war, oder griechisches Restaurant im Muslimviertel.
Das helle Jerusalemer Stein – aus Kalkstein oder Dolomit, wurde überall in der Stadt verwendet, und schmücken jede Fassade.

Blaue und weiße armenische Keramik schmücken die Schaufenster, und die Souks (Bazar) des muslimischen Viertels der Duft von Gewürzen überflutet die Gassen. Unter den Bögen machen die Geschäfte gute Geschäfte, die von Weihrauch bis Lampen, Töpferwaren, Kleidung und religiöse Souvenirs anbieten. Durst oder den kleinen Hunger kann der Entdecker durch Frische Orangensäfte oder Fingerfood zum Beispiel mit frisch frittierten Falafeln, gefüllt in Pitataschen oder mit Hummus stillen.

Egal ob ein Mensch gläubig ist oder nicht, jeder sollte Jerusalem einmal in seiner Zeit auf der Welt diesen Ort besuchen!