Coronavirus, kann ich meine Kreuzfahrt stornieren?

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Aktuell werden die Passagiere der Diamond Princess in Yokohama, Japan, immer noch in Quarantäne gehalten, wo Hunderte von bestätigten Fällen an Bord sind. Jetzt weigern sich einige Häfen, Schiffe aufzunehmen, die in den vergangenen 14 Tagen China, Hongkong oder Macao passiert haben. Einige Kreuzfahrtschiffe führen vor der Einschiffung ein Screening auf Coronaviren durch. Bei stornierten Reisen, die vom Veranstallter bekannt gegeben wurde wird den Kunden eine vollständige Rückerstattung oder die Möglichkeit einer Umbuchung zu einem späteren Zeitpunkt angeboten. Andere ändern ihre Reiserouten, um einige der riskanteren Häfen zu vermeiden. Sie sind jedoch nicht gesetzlich verpflichtet, eine Rückerstattung anzubieten, wenn ein Schiff noch fährt.

Wenn die Änderungen der Route erheblich sind und Sie mit Ihrer Kreuzfahrt nicht mehr zufrieden sind - wenn Sie zum Beispiel eine Mittelmeerkreuzfahrt gebucht haben und diese nicht mehr im Mittelmeer reisen kann - haben Sie folgende Möglichkeiten:

eine Rückerstattung beantragen
ein Ersatzpaket von gleichem oder höherem Wert beantragen
ein Ersatzpaket von geringerem Wert mit einer Ermäßigung

Abhängig von den Umständen der Änderungen können Sie möglicherweise auch eine Entschädigung fordern. Im Rahmen einer gebuchten Pauschalreise (inkl. einem An- und Abreisepaket) ist eine sogenannte „Stornierung von Teilleistungen“, wie z. B. dem Flug, nicht möglich.

Sie wollen Ihre Kreuzfahrt wegen des Coronavirus nicht antreten!

In diesem Fall sind Sie auf den guten Willen der Kreuzfahrt und der Airline angewiesen, falls Sie auch einen Flug gebucht haben, wenn Sie einen alternativen Urlaub planen oder zu einem späteren Zeitpunkt umbuchen möchten.

Stornokosten bei einer Kreuzfahrt

Wenn Sie eine Kreuzfahrt inklusive An- und Abreisepaket gebucht haben, gelten oft folgende Stornierungskosten wie z.B. bei Aida:

Stornierungszeitpunkt Stornierungskosten
Bis zum 50. Tag* (mind. 50 € p. P.) 30 %
Vom 49. Tag bis zum 22. Tag* 40 %
Vom 21. Tag bis zum 15. Tag vor Reisebeginn 50 %
Vom 23. Tag bis zum 17. Tag vor Reisebeginn 70 %
Ab dem 16. Tag vor Reisebeginn 85 %
Stornierung am Tag des Reisebeginns 95 %

Ist eine Kreuzfahrt noch sicher, und wenn ja, wo?

Die vor kurzem bekannt gegebene Quarantäne der Diamond Princess (Japan), der World Dream (Hongkong) und der Westerdam Rederei (Kambodscha) hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Kreuzfahrten während der Epidemie aufgeworfen.

Während die Krise für den Kreuzfahrtsektor ein noch nie dagewesenes Ausmaß hat, verfügen die Redereien über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit solcher Herausforderungen um Krankheitsausbrüche einzudämmen. In der Tat hat die Kreuzfahrtindustrie zusammen mit der Luftfahrt die strengsten Gesundheits- und Sicherheitskontrollen aller Sektoren der Tourismusindustrie.

Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation hat seit 1914 ein Übereinkommen mit der Bezeichnung SOLAS (Safety of Life at Sea), und aktualisierte Versionen enthalten nun eine Reihe von Protokollen für die Reinigung von Kabinen und öffentlichen Bereichen eines Schiffes sowie für die Lebensmittelhygiene.

Es ist gängige Praxis bei Kreuzfahrten, Passagiere zu isolieren, wenn ein Passagier mit einer Krankheit an Bord identifiziert wird. Die Schwierigkeit bei COVID-19 besteht darin, dass es bis zu 14 Tage und in einigen Fällen sogar noch länger dauern kann, bis sich nach der Exposition Symptome entwickeln.

Cruise Lines International Association, Vereinigung von Kreuzfahrtunternehmen, der über 90 % der Kreuzfahrtschiffbetreiber vertritt, entwickeln die Mitglieder jetzt einen gemeinsamen Ansatz, um auf den Ausbruch zu reagieren.

Dazu gehört die Information der Passagiere und die Schulung der Reisebüros über die Maßnahmen, die die Unternehmen ergreifen, um das Risiko und die Exposition gegenüber dem Virus zu minimieren. Eine Maßnahme, die geprüft wird, ist beispielsweise die verstärkte Meldung medizinischer Schwachstellen durch die Passagiere bei der Buchung. Dies hat für Cruise Lines International Association höchste Priorität.

Aber die gute Nachricht ist, dass außer den drei unter Quarantäne stehenden Schiffen in Asien bisher keine Beweise für COVID-19 auf Kreuzfahrtschiffen gefunden wurden.

Die globale Kreuzfahrtindustrie wird auch relativ wenig China eingesetzt, was einigen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Kreuzfahrten entgegenwirken dürfte. Laut Cruise Lines International Association waren im Jahr 2019 in Asien nur 10% der weltweiten Kreuzfahrten und etwa 15% der 30 Millionen Passagiere weltweit.

Etwa die Hälfte der Kreuzfahrtpassagiere kommen aus Nordamerika (hauptsächlich aus den USA). Fast ein Drittel der weltweiten Kreuzfahrten finden in der Karibik statt und 28% im Mittelmeer und im übrigen Europa. (Der neue Ausbruch des Coronavirus in Italien bereitet den dortigen Kreuzfahrtveranstaltern jedoch zunehmend Sorgen).

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