Die Belegung auf Mallorca
liegt in der Hochsaison um 30 Prozent unter dem Vorjahr

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Mallorca und Menorca Angebote bis zu 60%

Balearische Hoteliers, insbesondere auf Mallorca und Menorca, sind gezwungen, ihre Preise für diesen und den nächsten Monat aufgrund eines starken Einbruchs der Buchungen um bis zu 60 Prozent zu senken.

Der Hauptgrund dafür ist die gestiegene Nachfrage nach Urlaub in billigeren Ländern wie Griechenland, der Türkei, Ägypten, Bulgarien und Nordafrika.
Die Belegung auf Mallorca un Menorca liegt in der Hochsaison um 30 Prozent unter dem Vorjahr.

Rekordjahr 2018

2018 war ein absolutes Rekordjahr für Palma de Mallorca, aber das 30 % Defizit hat viele Hoteliers überrascht. Fünf-Sterne- und Boutique-Hotels in Palma leiden unter dem Abschwung.

Nach Angaben der mallorquinischen Tourismusindustrie hat sie eine solche Situation seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt.

Abgesehen von der Konkurrenz durch billigere Reiseziele haben die Reiseveranstalter einen Rückgang des Absatzes von Pauschalreisen gemeldet, wobei die Zahl der Urlauber, die online digital basierte Buchungsagenturen nutzen, deutlich gestiegen ist.

Und was die Situation für Hoteliers noch komplizierter macht, ist, dass beispielsweise Griechenland und die Türkei noch freie Bettenkapazitäten haben und spezielle Sonderangebote anbieten.

Einige Hoteliers haben über eine späte Sonderangebotskampagne nachgedacht, aber da die wichtigsten europäischen Reiseveranstalter in diesem Jahr auf osteuropäische Reiseziele gesetzt haben, gibt es nicht genügend Flüge, um für einen kurzfristigen Anstieg der Buchungen auf den Balearen - Mallorca und Menorca zu sorgen.

Interesanter weise sind die Zahlen der Fluggäste auf dem Flughafen identisch wie im letzten Jahr 2018, daher fragen sich die Hoteliers: Wo wohnen die Touristen?

Die am meisten unter dem Rückgang leiden sind die Hotels in Alcudia, Playa de Palma, Calvia, Calas de Mallorca, Colonia de Sant Jordi, Can Picafort und Peguera leidet.

Und als Folge des Einbruchs versuchen die Reiseveranstalter, die im vergangenen Jahr für diesen Sommer vereinbarten Verträge aus Angst vor Umsatzeinbußen neu zu verhandeln und gleichzeitig Druck auf die Hoteliers auszuüben, ihre Preise für 2020 deutlich zu senken.

Ibiza entwickelt sich besser als der Rest der Balearen, aber selbst dort wurden die Hotelpreise um bis zu 30 Prozent gesenkt.