Reiseveranstalter hat künftig mehr Spielraum

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Pauschalreisegesetz

Zum 1. Juli 2018 tritt das neue Pauschalreisegesetz in Kraft. Damit werden die speziellen Schutzvorschriften auf jene ausgeweitet, die ihre Reise selbst online buchen – bisher waren nur Buchungen über Reisebüros inbegriffen. Zudem bestand eine "klassische" Pauschalreise bisher aus der Kombination zweier Reiseleistungen wie Flug, Hotel oder einer anderen touristischen Dienstleistung (z.B. Rundreise). Hinzu kommt ab Juli die Vermietung eines Fahrzeugs als eigener Pauschalreise-Baustein. Damit gelten auch Reisekombinationen wie Mietwagen und Flug als Pauschalreise. Nicht mehr dem speziellen Schutz von Pauschalreisen unterliegen künftig Ferienhausmieten und Tagesreisen unter 24 Stunden.

Der Veranstalter hat künftig mehr Spielraum bei Leistungsänderungen vor Reiseantritt (z. B. Reiseroute oder Flugzeiten). Widerspricht der Reisende den Änderungen nicht ausdrücklich, gilt dies als stillschweigende Zustimmung – und die Reise muss trotz und mit Änderung angetreten werden. Neu ab Juli 2018 ist auch, dass der Reiseveranstalter für die Kosten einer längeren Unterbringung – maximal jedoch drei Tage – aufkommen muss, für den Fall, dass eine Rückreise wegen außergewöhnlicher Umstände nicht möglich ist (z. B. Aschewolke nach Vulkanausbruch, Streik, Terror).

Europäisches Reiserecht | Fluggastrecht 2018 Vorteile und Nachteile