Touristensteuer

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Touristensteuer 2020 - Als die Touristen in Amsterdam am Neujahrstag noch mit rest Alkohol, Kopfschmerzen und vielleicht auch Reue aufgewacht sind - gab es Salz in die Wunden. Denn nun mussten sie zusätzlich 3 € pro Nacht für den Aufenthalt in Amsterdam bezahlen.

Die neue Touristensteuer, die am 1. Januar 2020 eingeführt wurde, kommt zu der bestehenden Gebühr von 7 Prozent des Zimmerpreises hinzu. Touristen, die in Airbnb-Mietwohnungen übernachten, müssen ebenfalls mehr bezahlen - einen erhöhten Satz von 10 Prozent pro Nacht.

Amsterdam mit seinen 1,1 Millionen Einwohnern empfängt mehr als 17 Millionen Touristen pro Jahr, wenn man Tagesausflügler und Niederländer mit einbezieht.

In den letzten Jahren hat der niederländische Fremdenverkehrsverband seine Strategie weg von der Förderung des Tourismus und hin zur Suche nach Möglichkeiten, ihn zu managen, verlagert. In einem im letzten Jahr veröffentlichten Strategiepapier heißt es: "Um die Besucherströme kontrollieren zu können, müssen wir jetzt Maßnahmen ergreifen. Statt der Förderung von Reisezielen ist es Zeit für das Destinationsmanagement."

Die Erhöhung der Steuer soll sich nicht auf die Besucherzahl auswirken, aber es ist das Prinzip. Es kostet eine Menge, um die Stadt sauber und sicher und die Infrastruktur - wie Brücken - in einem guten Zustand zu halten.

Auch Kreuzfahrtpassagiere sind davon betroffen. Sie müssen nun 8 € pro Person bezahlen, wenn sie sich in der Stadt aufhalten. In einem weniger konventionellen Schritt hat die Untouristische Bewegung im letzten Jahr die Initiative "Heirate einen Amsterdammer für den Tag" gestartet, um die Beziehungen zwischen Einheimischen und Besuchern zu verbessern.

Touristensteuern gibt es in mindestens 125 Ländern und 26 europäischen Ländern. Nur neun europäische Länder erheben noch keine Touristensteuern; Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Lettland, Luxemburg, Schweden, das Vereinigte Königreich und Zypern.

Das könnte sich 2020 ändern, zumindest im Vereinigten Königreich. Die schottischen Highlands werden als erster Teil Großbritanniens eine Touristensteuer auf Wohnmobile einführen, während in Edinburgh derzeit über eine mögliche vorübergehende Besucherabgabe von 2 Pfund pro Nacht beraten wird. Andere Teile Großbritanniens, einschließlich Bath und Oxford, haben ebenfalls eine mögliche Touristensteuer ins Gespräch gebracht.

Welches Land hat die höchste Touristensteuer?

Einige Urlaubsziele zocken die Touristen ordentlich ab. Bhutan, zum Beispiel, verlangt von Touristen zwischen Dezember und Februar eine Gebühr von 200 $ pro Tag, die bis zu 250 $ für den Rest des Jahres beträgt. Diese Gebühr deckt Unterkunft, Reise und Verpflegung ab - der Rest wird in den Erhalt der bhutanischen Umwelt investiert.

Einige Nationen sind den Weg der Erhebung einer Eintrittsgebühr gegangen. Ab dem 1. Juli 2019 muss jeder, der Neuseeland besucht, 19 Pfund bezahlen. 2022 soll das Land 4,5 Millionen internationale Besucher empfangen, gegenüber 3,1 Millionen im Jahr 2015.

Eine weitere Strategie ist, Touristen bei der Abreise zu belasten. In Japan bedeutet die "Sayonara-Steuer", dass Besucher bei der Ausreise 1.000 Yen (6,97 £) zahlen müssen.

Auch in Venedig soll 2020 eine Tourismussteuer eingeführt werden. Ab dem 1. Juli werden Touristen in der Nebensaison 3 € und in der Hochsaison in kritischen Zeiten", wie z.B. an Sommerwochenenden, 8 € zahlen. Die Steuer wird für Touristen gelten, die mit dem Bus, dem Kreuzfahrtschiff, dem Wassertaxi, dem Flugzeug oder dem Zug anreisen, nicht aber für Venezianer oder Personen, die die Stadt zum Studieren oder Arbeiten besuchen.

Wo wird Touristensteuer verlangt?

Österreich
Wien und Salzburg: zwischen € 0.15 und € 2.18 pro Nacht.

Belgien
Antwerpen: € 2.39 pro Nacht
Brügge: €2.00 pro Nacht
Brüssel: Abhängig von der Hotelkapazität
Gent: €2.50 pro Nacht

Kroatien
10kn (€1,41) pro Nacht

Tschechien
Prag: 15 Kč (€0,6) pro Nacht

Frankreich
Lyon: ab €0.83 bis zu €1.65
Nizza: ab €0.83 bis zu €1.65
Paris: ab €0.22 (Campingplätze) bis zu €4.40

Deutschland
Berlin: 5 Prozent des Zimmerpreises pro Nacht
Hamburg: ab €0.50 bis zu €4

Griechenland
Athen: ab €0.50 bis zu €4

Ungarn
Budapest: 4 Prozent des Zimmerpreises pro Nacht

Italien
Florence: ab €1.50 bis zu €5.50 Pro Nacht
Mailand: ab €3 bis zu €5 pro Nacht
Rom: ab €4 bis zu €7 pro Nacht

Niederlande
Amsterdam: 7 Prozent des Zimmerpreises pro Nacht

Portugal
Lissabon: €1 für die Einreise

Spanien
Barcelona: ab €0.75 bis zu €2.50 pro Nacht
Palma de Mallorca: ab €1 bis zu €4 pro Nacht
Ibiza: ab €1 bis zu €4 pro Nacht

Türkei
ab €0.80 bis zu €2.80 Pro Nacht

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