Urlaubstrends: Wohin die Reise 2018 gehen kann

Kreta, Kroatien, Mallorca, Ägypten, Tunesien – oder doch Antalya?

Höhere Preise in Spanien, Griechenland und Italien

In boomenden Zielen wie Spanien, Griechenland und Italien bleiben Preiserhöhungen nicht aus.
Von im Schnitt 3,2 Prozent über alle Ziele spricht Alltours. Thomas Cook und Neckermann nehmen für Pauschalreisen nach Spanien und Griechenland jeweils vier Prozent mehr, nach Italien und Österreich drei Prozent, nach Deutschland und Kroatien zwei Prozent.

Bei alltours zum Beispiel stieg Griechenland mit einem Buchungsplus von 30 Prozent bereits 2017 zum zweitgrößten Ziel nach Spanien auf. Die Hotelauswahl hat der alltours jetzt noch einmal erweitert, 40 weitere Häuser sind allein auf Kreta über das Unternehmen buchbar.

Flugkapazitäten wurden fast um +42% gesteigert.
Nach dem Aus von Air Berlin und Niki wurden viele Sommerdestinationen von Eurowings, Easyjet, Corendon Airlines, Condor, Austrian Airlines, Lufthansa, Turkisch Airlines, Pegasus und SunExpress zusätzliche Flüge aufgestockt.

Anderen Veranstalter bieten ebenfalls in Griechenland mehr Auswahl, teils mit exklusiven Häusern. Thomas Cook und Neckermann haben 22 neue Hotels auf Kreta im Programm. Bei ITS zum Beispiel finden sich jetzt auch die Inseln Thassos und Zakynthos im Angebot.

Italien, Kroatien und auch Bulgarien liegen ebenfalls im Trend. In diesen Ländern haben die Veranstalter ihr Hotelangebot teils deutlich erhöht, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Ägypten und Tunesien statt Türkei

Die Türkei – sie bleibt ein Wackelkandidat. Das politisch aufgeheizte Verhältnis zwischen Deutschland, Österreich und der Türkei hat viele Bürger von einem Urlaub in Antalya und den anderen Badeorten abgehalten. Derzeit sind die Töne zwar wieder versöhnlicher. Ob das dem Tourismus hilft, ist aber völlig offen.

Mancher Veranstalter übt sich in Zweckoptimismus: TUI erwartet „Wachstum“ in der Türkei, also zumindest eine kleine Erholung von der bestehenden Flaute. Andere Anbieter sind zurückhaltender: Alltours erklärte lediglich, das Angebot im Land trotz weiter rückläufiger Gästezahlen stabil halten zu wollen.

FTI setzt im Sommer dagegen voll auf die Türkei. Die Zahl der Türkeigäste bei FTI sei 2017 wieder gewachsen, rund 800.000 Urlauber dürften es Ende 2017 gewesen sein. Das Ziel für 2018: eine Million Gäste.

Viele Urlauber könnten sich allerdings stattdessen für die Strände Nordafrikas entscheiden. FTI-Chef Ralph Schiller spricht mit Blick auf Ägypten von einem „beispiellosen Comeback“ im kommenden Winter. Dieser Trend werde sich im Sommer 2018 wohl fortsetzen.

Im Land am Roten Meer locken gute Preise und eine oft hochwertige All-inclusive-Infrastruktur. Auch für Tunesien erwarten die Veranstalter wieder mehr Gäste. Eine wachsende Zahl an Flügen in die Badeorte macht die Anreise bequemer.

Urlaubstrends: Wohin die Reise 2018 gehen kann
Bitte bewerten

Related posts