SAS Kabinenpersonal plant Streik

|

SAS Scandinavian Airlines könnte bald einen Streik unter den Mitgliedern des Kabinenpersonals erleben. Norwegische Tageszeitungen berichten, dass ein bevorstehender Streik nach Ostern in Kraft treten könnte, wenn sich die Arbeitsbedingungen für das Kabinenpersonal nicht verbessern.

Warum will das SAS Personal streikein

Die anhaltenden Spannungen innerhalb des Unternehmens sind darauf zurückzuführen, dass die Kabinenbesatzungen mit den aktuellen Arbeitszeiten unzufrieden sind. Die Besatzung behauptet, dass sie in der Regel nur 15 Tage vor dem nächsten Dienstplan über ihr Arbeitsplan informiert wird.

Aufgrund des einzigartigen Eigentümermodells von SAS gehört das Kabinenpersonal getrennten, national organisierten Gewerkschaften an. Die derzeitigen Vereinbarungen aller drei Kabinenbesatzungsgewerkschaften in Schweden, Dänemark und Norwegen laufen in diesem Frühjahr etwa zeitgleich aus.

Vergangene SAS Streiks

Wenn der Streik der Kabinenbesatzung nach Ostern beginnt, wäre dies nicht der erste Vorfall, der sich in der jüngsten Vergangenheit ereignet hat. Das Ergebnis des vergangenen Jahres wurde durch einen groß angelegten Streik von mehr als 1.400 Piloten stark beeinträchtigt, der über 4.000 Flugausfälle an sechs Tagen verursachte. Die Aktion kostete die Fluggesellschaft etwa € 80 Mio.

Der Streik brach aufgrund festgefahrener Gespräche zwischen den jeweiligen nationalen Pilotengewerkschaften und dem SAS-Management aus. Die Parteien verhandelten über die langfristig schwache Gehaltsentwicklung und die Arbeitszeiten vieler Piloten.

Als sich beide Parteien schließlich einigten, sollten die SAS-Piloten für 2019 eine 3,5 %´ige Grundgehaltserhöhung, 2020 3 % und 2021 eine 4%´ige Erhöhung erhalten. Damals wurde weithin spekuliert, dass die Kabinenbesatzungen diese Zahlen zur Kenntnis nehmen und später zur Unterstützung ihrer Sache nutzen würden.

Nachdem die SAS Ende 2012 kurz vor dem Konkurs stand, haben SAS und ihr Vorstand mit CEO Rickard Gustafson an der Spitze das Kostenniveau drastisch gesenkt, um sich über Wasser zu halten. Das rasche Wachstum des Billigkonkurrenten Norwegian Air und der allgemeine Abschwung unter den europäischen Fluggesellschaften hat SAS mit seinen hohen Fixkosten und der veralteten Flugzeugflotte in eine finanzielle Schieflage gebracht.

Dieses Jahr wird sich als ein enorm wichtiges Jahr für SAS erweisen, das in die neueste Generation von Airbus-Flugzeugen investiert hat, um seine derzeitige Flotte zu ersetzen. Ab dem 28. Januar wird Ingegerd Viking, eine nagelneue A350-900 mit Sitz am Flughafen Kopenhagen-Kastrup CPH, in Dienst gestellt. Sie wird ab diesem Zeitpunkt das Rückgrat des Langstreckenbetriebs bilden, wobei sieben weitere A350 zur Flotte hinzukommen werden.

Ebenso wartet SAS auf die neueste Generation der A321LR und mehr als 80 A320neo-Flugzeuge, die für die derzeitigen Arbeitspferde der gemischten Flotte eingesetzt werden sollen.

In Anbetracht der unsicheren finanziellen Basis und des Großauftrags bei Airbus würde ein weiterer Streik, der die Passagiere betrifft, einen schweren Schlag für das Image von SAS bedeuten. Er könnte die Veränderungen untergraben, die nach der dramatischen Umgestaltung im Jahr 2012 durchgeführt wurden.

Entschädigung einfordern

Sie hatten eine Verspätung, Annullierung, Überbuchung oder haben Ihr Anschlussflug verpasst?

Hier sind sie richtig! Wir helfen Ihnen gerne!

Wir (EU-RIGHTS AVA) haben für betroffene Flugpassagiere ein spezielles Fluggastrechte Team, das Sie bestmöglich couragiert, mutig und leidenschaftlich bei Flugverspätungen, Flugannullierungen, verpassten Anschlussflügen und Überbuchungen ohne Kosten unterstützt.

Nutzen Sie unser Online-Beschwerdeformular
Die Regelung gilt 3 Jahre rückwirkend!

Sie hatten ein Flugproblem?
Schildern Sie uns Ihr Anliegen.

Mögliche Höhe Ihrer Entschädigung

Entschädigung bei Verspätung oder Annullierung